Aktuell

Zusammen mit der Parkanlage Soutok und der Insel Rohanský sind dies die größten Prager Projekte am Fluss. Es handelt sich um ein komplexes Projektpaket, das von der Troja-Brücke bis nach Podbaba reicht und darauf abzielt, das Gebiet für Erholungssuchende besser zugänglich zu machen und gleichzeitig der Natur mehr Raum zu geben. Das Projekt umfasst auch umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen.

Das Troja-Becken ist ein fragmentiertes Gebiet mit einer Reihe von Verwaltern, Eigentümern und verschiedenen Interessen. Sie haben jedoch eines gemeinsam: die gemeinsame Verantwortung für einen wertvollen Landschaftsraum. Die Frage, wie ein solches Gebiet koordiniert gepflegt werden kann, wird auch in den Dokumenten Konzept der Insel Císařský und Aktionsplan beantwortet, die im IPR erstellt wurden.

Die Hauptstadt bereitet derzeit eine ganze Reihe von Projekten zur Revitalisierung der Prager Flusslandschaft vor. Neben dem Troja-Becken sind es die Inseln Rohanský und Štvanice. An der Südseite von Prag wartet das Erholungsgebiet am Zusammenfluss von Moldau und Berounka auf seine Erschließung. Damit rückt Prag näher an München heran, das für seine erfolgreiche Revitalisierung des Flusses Isar auf 8 km Länge bekannt ist.

In Bezug auf den Hochwasserschutz gehört das Troja-Becken zu den kritischsten Stellen in Prag. Daher wurde eine Reihe von Handlungsempfehlungen entwickelt, um den Hochwasserschutz des Tiergartens zu verbessern und gleichzeitig die Maßnahmen gefühlvoll in die Auenlandschaft zu integrieren. Zu weiteren geplanten Maßnahmen gehören z. B. die Revitalisierung des Flusses oder die Schaffung neuer Natur- und Erholungsflächen mit hochwertigen öffentlichen Räumen.

Troja-Uferstraße

Als Troja-Uferstraße wird der Bereich von der wiederaufgebauten Fußgängerbrücke bis zum Ende des ZOO-Geländes bezeichnet. Heute ist es ein überwiegend ungepflegtes, künstlich angelegtes Ufer mit einem schmalen Radweg. Neben einem Hochwasserschutz für den Tiergarten sind gleich mehrere Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Verbesserung der Umwelt für die Besucher geplant. Vor allem der Bereich unter dem Schloss Troja soll radikal umgestaltet werden. Bereits im nächsten Frühjahr könnte dieser Bereich vor dem Eingang zum Schlossgarten provisorische Verbesserungen erfahren. Es könnten dort Prager Stühle und Tische aufgestellt, Kunstinstallationen aufgebaut und ein Zugang zum Fluss errichtet werden.

Wilde Moldau – Revitalisierung des Flusses

Mit dem Projekt „Wilde Moldau“ soll der Fluss entlang der Insel Císařský revitalisiert werden. Ziel des Projekts ist es, den Hochwasserschutz zu verbessern, die biologische Vielfalt zu fördern und einen natürlichen Hochwasserpark zu schaffen – das neue Erholungszentrum des Troja-Beckens.

Der Hochwasserschutz wird durch die geplante Verbreiterung des Flussbettes verbessert, bei der auch neue Kiesinseln angelegt werden. Ein weiterer wichtiger Teil des Hochwasserschutzes wird die so genannte „Rückhaltemulde“ quer durch die Insel Císařský, d. h. eine parkähnliche Geländesenkung, in der sich Mulden mit Tümpeln und Furten befinden. Dieses System leitet das Wasser in der zulässigen Menge geregelt von der Fahrrinne in die Hauptrinne des Flusses. Die Mulde wird auch ein bedeutendes Bildungspotenzial haben – sie wird die natürliche Entwicklung der Morphologie der Flussbetten und der Auenlandschaft veranschaulichen.

Die neue grüne Verbindung: Troja, Insel Císařský und Bubeneč

In der urbanistischen Studie werden verschiedene Optionen für eine neue Fußgänger- und Radfahrerverbindung über die Moldau von Bubeneč nach Troja untersucht. Die neue Verbindung umfasst auch eine Fußgängerbrücke, die den Besuchern von Stromovka und des gesamten Troja-Beckens eine Alternative zum überlasteten Radweg am rechten Ufer oder neue Spazierrouten bieten wird. Am rechten Ufer wird die Fußgängerbrücke komfortabel an den Uferradweg und den Vorplatz am Südeingang des Zoos angebunden. Damit wird eine völlig neue grüne Verbindung zwischen Prag 6 und Troja und weiter bis nach Ďáblický Háj geschaffen.

Stromovka-Uferstraße

Die neue Uferstraße schafft eine bessere Verbindung zwischen Stromovka und dem Fluss und bietet den Prager Bürgern bessere Erholungsbedingungen. Der Studienentwurf beruhigt den Verkehr auf der Uferstraße, schafft einen Zugang zum Wasser und sieht eine Anhebung der bestehenden Brücke vor, z. B. durch eine Hubbrücke auf die Insel Císařský. Außerdem werden auf der Uferstraße ein neues Café und Sanitäranlagen errichtet, die in diesem Teil der Parkanlage bisher gefehlt haben. Das gewünschte Ergebnis des Konzepts sollte eine gleichmäßigere Nutzung der Parkanlagen im Troja-Becken und eine Entlastung der wichtigsten Teile von Stromovka-Park und der Troja-Uferstraße sein. Die Verhandlungen laufen und die Studie zur Umgestaltung der Uferstraße wird in Kürze genehmigt werden. Sobald die Studie genehmigt ist, können vorrangig provisorische Maßnahmen vorbereitet werden, zum Beispiel zur Beruhigung des umliegenden Verkehrs.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des IPR Prag.

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Quelle: IPR Prag

Přílohy

Koordinator für unser Team

Václav Vorlíček
Zdeněk Völfl

Unsere Rolle

Ein Projekt, das wir gemeinsam mit dem IPR Prag (Institut für Planung und Entwicklung der Hauptstadt Prag) und dem Stadtteil koordinieren, moderieren und vorantreiben.

Projektnummer

#
391

Quelle: IPR Prag